Das 2m - FM-Relais DB0THA

Technische Beschreibung

  • Ausgabefrequenz 145,7375 Mhz
  • Eingabefrequenz 145,1375 Mhz
  • Standort Schneekopf - 978 m - JO50JP
  • Kenwood-Repeater TKR-751
  • Sendleistung reduziert auf ca. 5 Watt
  • Empfängerempfindlichkeit mit VV -130dBm
  • 6-Kreisduplexer [Procom}
  • Antenne Kathrein K553121 [Gewinn 5 dBD]
  • Antennenzuleitung 40m LDF 5/50
  • Relaissteuerung Eigenbau von DL5APO
  • Sprechzeitbegrenzung ca. 120 Sek. [abschaltbar]
  • Netzausfallsicher durch 2 mal 85Ah Bleigel

Entstehungsgeschichte

Das 2m-Relais wurde am 06.11.1981 am Standort Wetterstation Schmücke unter dem Call Y21K auf 145,725 MHz als eines der ersten 2m-Relais in der DDR in Betrieb genommen.
Vorausgegangen waren wochenlange Arbeiten einer Gruppe von Funkamateuren, von denen wir besonders Mathias [jetzt DL4MF] für die technische Entwicklung und Gerhard [jetzt DL2AVK] für den organisatorischen Bereich erwähnen wollen.
Als Relaisstelle wurde eine modifizierte UFZ652 mit einer selbstgebauten Ablaufsteuerung eingesetzt. Bis zur Fertigstellung der Duplexer wurde das Relais noch mit getrennten Antennen, danach an den vertikal gestockten Dipolen betrieben.
Durch die exponierte Lage und die ausgezeichneten technischen Parameter wurde Y21K bald zu einem Markenzeichen des Bezirkes Suhl und nach einem halben Jahr waren schon mehr als 10 europäische Länder darüber gearbeitet worden.
Den größten Aufschwung brachte es jedoch im innerdeutschen Funkverkehr.
Mit Zunahme der Benutzerzahlen und durch die Unvernunft einiger OMs stiegen natürlich auch die Kollisionsfälle mit Benutzern der Zugspitze und dem Boxberg-Relais in Hessen. Nach dem Beitritt zur Bundesrepublik erfolgte die Rufzeichenumstellung auf DB0THA und nach Einführung des 12,5khz-Rasters endlich Frequenzwechsel auf 145,7375 MHz.
Dies erlaubte neue technische Möglichkeiten, brachte aber auch neue höhere Kosten mit sich.
DB0THA wurde in der Folge noch um Digipeater und Mailbox erweitert und so beliefen sich Mitte der 90er allein die Stromkosten auf jährlich mehr als 750,- DM.
In guter Zusammenarbeit zwischen DARC und VFDB und der Deutschen Telekom wurde als neuer kostengünstiger Standort die Sendestelle auf dem 978 m hohen Schneekopf in JO50JP ausgehandelt.
Durch Peter, DB5NU, erhielten wir die unfassbare Möglichkeit eines völligen Neuaufbaues der 2m-Relaisfunkstelle am neuen Standort. Als Inhaber der Stangl-Funktechnik-GmbH sponserte er die komplette Technik von der Steckdose bis zur Antenne.
Am 4.8.1995 wurde in einem ganztägigen Einsatz mit Hilfe von mehr als 10 Funkamateuren das neue Relais aufgebaut und in Betrieb genommen. Das Relais bestand aus einem FSO3 von Bosch, Ablaufsteuerung von DL5APO, PROCOM-Duplexer, gepuffert durch einen 100Ah-Akku. Verlegt wurden 2 mal 40m 7/8-Zoll LDF5/50, gleich für 70cm vorbereitet. Auf der Mastspitze wurde ein doppelter Ausleger montiert, worauf dann nach mehreren Anläufen am späten Nachmittag die "VHF-Flachrundstrahlantenne mit Blitzfangstange" von Kathrein K533121 angeflanscht wurde.
Bis auf einige kleinere Ausfälle arbeitete das Relais bis Herbst 2005. Am 26.10.05 rückte Peter,DB5NU mit 2 seiner Mitarbeiter und neuer Technik an. Verstärkt wurde seine Mannschaft durch Martin,DL1AKZ, Uwe, DO1UWE und Herbert, DL4AWK. Das neue Relais musste erst mal wieder zerlegt und in Einzelteilen über die engen Treppen nach oben gebracht werden, denn der Lastenaufzug war defekt. Peter und seine beiden Profis kontrollierten in der Zeit die vor 10 Jahren montierten Antennen und Kabel und wechselten schadhafte Anschlusskabel. Vom alten Relais wurden nur der Duplexer und der Vorverstärker weiter verwendet, alles andere war völlig neu. Als Relais arbeitet seitdem ein kommerzieller Kenwood-Repeater TKR-751 ergänzt mit einer Ablaufsteuerung von Jens, DL5APO.
Im November 2005 wurden dann die ersten Forderungen seitens der DFMG bezüglich Nachweis der Statik , Windlast , Sicherheit u.ä. erhoben.
Da wir nur kommerzielle Antennen und Zubehör verbaut hatten, konnten wir diese Nachweise ohne zusätzliche Kosten erbringen.
Leider hat es uns nichts genützt, dass alle Antennen genehmigt und in den Unterlagen der Telekom eingetragen waren. Ende April 2007 mussten wir, wie viele andere auch, unsere Anlage enorm reduzieren.
Besonders schmerzlich war die Verringerung der Sendeleistung auf etwa 25% . Aber jedes Schlechte hat ja auch was Gutes. Das Relais ist noch empfindlicher als früher. Wer es hört kommt mit 5 Watt auch drüber.
Peter - DB5NU
Antenne Kathrein K553121
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